Nachruf für Fussel: Wenn ein Co-Autor geht
Nachruf für Fussel, meinen Seelenhund und Co-Autor
Es gibt Texte, die schreibt man nicht freiwillig. Nicht, weil einem plötzlich ein schöner Einstieg einfällt. Nicht, weil sie gut in einen Redaktionsplan passen. Man schreibt sie, weil man irgendwann nicht mehr daran vorbeikommt.
Dieser Nachruf für Fussel ist genau so ein Text.
Mein Fussel musste nach 3 Jahren Kampf, am 07.03.2026, um 17:54 Uhr, über die Regenbogenbrücke gehen. Er hat bis zum bitteren Ende gekämpft und uns Tag um Tag geschenkt und plötzlich ging alles viel zu schnell. Ich musste eine der schwerste Entscheidung treffen, die ich je treffen musste und ließ ihn gehen.
Meinen Seelenhund. Ständigen Begleiter und kleiner Co-Autor. Und nicht zu vergessen: Mein mental Health Supporter, auch wenn alle anderen aufgegeben haben.
Noch immer fühlt sich der Satz falsch an. Zu hart, auch wenn ich wußte es gibt keine Heilung. Viel zu endgültig, obwohl „ein Lebenlang“ nicht genug gewesen wäre und als etwas Kaltes und Nüchternes, für dass, was sein Verlust wirklich bedeutet.
Denn wenn ein Hund, wie Fussel stirbt, verschwindet nicht einfach nur ein Tier aus dem Alltag. Man verliert etwas, das viel tiefer sitzt: Vertrautheit, Nähe, Gewohnheit, ein großes Stück Zuhause.
An meinen kleinen Nordseefussel
Für andere warst du vielleicht einfach nur ein Hund. Vielleicht paßtest du nicht ins Bild von anderen, weil du nicht auf den ersten Blick besonders schön für sie warst. Aber, für mich, war das nie wichtig! Du wußtest dass. Denn was du mir gegeben hast, hatte nichts mit Äußerlichkeiten zu tun. Zwischen uns war etwas, das viel tiefer ging:
- ♾️ bedingungslose Liebe.
- 🧡 ohne Vorwurf,
- 🐾 ohne Fingerzeigen,
- ❤️🩹 ohne Betrug.
Deine Liebe war verlässlich, deine Dankbarkeit echt und deine Treue bedingungslos. Dir war nur wichtig, ich bin bei dir.
Wir hatten etwas, das größer war, als jede äußere Bewertung — etwas, das für immer bleibt. Du hast mich wieder fühlen lassen und ich bin sehr stolz, dich bis zum Schluß begleiten zu dürfen und deine Liebe haben zu dürfen. ⚓️
Warum dieser Nachruf für Fussel mehr ist als ein Abschied
Mit diesem Beitrag will ich nicht einfach nur festhalten, dass Fussel gestorben ist. Das wäre zu wenig. Viel zu wenig.
Vielmehr soll dieser Text zeigen, was ich mit ihm verloren habe. Nicht symbolisch. Nicht übertrieben. Sondern ganz real.

Fussel war nicht irgendein Begleiter nebenbei. Über 3 Jahre war er fester Teil meines Lebens, meiner Gedanken, meiner Abläufe und meiner Gefühle. Vieles daran habe ich gar nicht bewusst als etwas Besonderes wahrgenommen, weil es so selbstverständlich geworden war. Genau das macht diesen Verlust heute so brutal.
Was vorher normal war, tut plötzlich weh:
Nach ihm sehen, mit ihm sprechen, seine Reaktionen kennen, seine kleinen Macken kennen, wissen, wann er Nähe will, wann er etwas möchte, wie er schaut, wie er sich bemerkbar macht. Solche Dinge wirken von außen klein. Innen sind sie riesig.
Wenn ein Hund stirbt, stirbt nie nur ein Hund
Es gibt Sätze, die Menschen gern sagen, wenn ein Tier gestorben ist.
„Es war doch nur ein Hund.“
„Du kannst dir irgendwann wieder einen holen.“
„Versuch, dich abzulenken.“
Ganz ehrlich: Solche Sätze helfen nicht. Sie verkleinern etwas, das in Wahrheit viel größer ist.

Wer nie so an einem Tier gehangen hat, wird das vielleicht nicht vollständig nachvollziehen können. Wer es erlebt hat, weiß sofort, wovon ich rede. Mit dem Tod eines Hundes geht nicht einfach nur ein Lebewesen. Es geht ein Wesen, das fest in die eigene innere Ordnung eingebaut war.
Gerade ein Seelenhund ist nicht bloß Gesellschaft. Er wird Teil des Tages, Teil der Gefühle, Teil dessen, wie man lebt. Genau deshalb lässt sich so ein Verlust auch nicht mit ein paar vernünftigen Sätzen wegerklären.
Fussel war mein Seelenhund
Das Wort Seelenhund wird manchmal schnell benutzt. Bei Fussel trifft es schmerzhaft genau.
Es gibt Hunde, die liebt man sehr. Und dann gibt es diese eine Verbindung, die tiefer geht. So eine, bei der ein Tier nicht einfach neben einem lebt, sondern mitten im eigenen Leben landet.
Genau so war es mit Fussel.
Sein Platz war nicht nur irgendwo in der Wohnung, auf dem Sofa oder in seinem Körbchen. Er war in meinem Alltag. In meinen Gewohnheiten und meinen Gedanken, selbst in meinen Reflexen. Und, in meinem Herzen sowieso. ♥️
Darum ist die Lücke, die er hinterlässt, auch nicht klein. Sie ist nicht ordentlich und auch nicht elegant. Sie ist roh, deutlich und ständig spürbar.
Für mich war Fussel mein Herz auf vier Pfoten. Als Begleiter war er sowieso fest an meiner Seite.
In schweren Momenten war er oft Trost. Und manchmal eben auch einfach mein kleiner Clown.
Gerade diese Mischung hat ihn ausgemacht. Er war nicht nur süß oder lieb. Er war eigen, präsent, besonders und voller Charakter. Genau deshalb ist es so schwer, heute über ihn in der Vergangenheitsform zu schreiben.
Was im Alltag plötzlich fehlt
Trauer sitzt nicht nur in den großen Erinnerungen. Häufig trifft sie einen viel härter in den kleinen, normalen Momenten.
Im Blick zur Tür.
Im Gedanken, noch kurz nach ihm zu sehen.
Im Reflex, ein Geräusch einzuordnen.
In dieser inneren Bewegung, mit der man einen Hund ganz automatisch mitdenkt.
Und dann kommt wieder diese Wahrheit dazwischen: Er ist nicht mehr da.

Das ist wahrscheinlich das Gemeinste an Trauer. Sie wartet nicht nur in den großen, dramatischen Augenblicken. Viel öfter sitzt sie in dem, was früher völlig selbstverständlich war.
Besonders schmerzhaft ist für mich genau das. Nicht nur die Erinnerung an den Abschied, sondern diese Leerstelle mitten im ganz normalen Leben.
Eine Erinnerung, die für mich immer bleiben wird, ist dieser Moment von Stirn an Stirn. Diese Nähe. Dieses stille Verstehen. Dieses wortlose Gefühl von: Ich bin da. Solche Momente kann man nicht planen. Sie passieren oder sie passieren nicht. Bei uns waren sie da. Und gerade deshalb wiegen sie heute so schwer.
Wenn Gewohnheit auf Wirklichkeit trifft
Früher waren viele Dinge einfach Alltag. Heute können genau dieselben Dinge innerhalb von Sekunden wehtun.
Ein leerer Platz.
Ein vertrauter Ablauf.
Ein Gedanke, der ins Leere läuft.
Ein Moment, in dem mein Kopf für einen winzigen Augenblick noch denkt, ich müsste gleich nach Fussel schauen.
Dann kommt der nächste Schlag: Ich muss nicht mehr schauen.
Mit einfachem Vermissen ist das kaum beschrieben. Es ist eher diese ständige Reibung zwischen Gewohnheit und Wirklichkeit. Mein Inneres hat noch nicht in allen Bereichen begriffen, dass er weg ist. Und jedes Mal, wenn diese beiden Ebenen aufeinandertreffen, tut es wieder weh.
Mit einfachem Vermissen ist das kaum beschrieben. Es ist eher diese ständige Reibung zwischen Gewohnheit und Wirklichkeit. Mein Inneres hat noch nicht in allen Bereichen begriffen, dass er weg ist. Und jedes Mal, wenn diese beiden Ebenen aufeinandertreffen, tut es wieder weh.
Mein Hund war nicht nur Begleiter, sondern Teil meines Blogs
Ein Blog besteht nie nur aus Text. Dahinter steckt immer auch Leben.
Gedanken, Beobachtungen, Erinnerungen, Haltungen, Brüche und Erfahrungen fließen automatisch mit rein — auch dann, wenn man sie nicht jedes Mal ausdrücklich hinschreibt. Genauso ist es bei meinem Dies-und-Das-Blog.
Dieser Blog war für mich nie nur eine Sammlung von Beiträgen. Er war und ist ein Ort für Gedanken, Gefühl, Klartext, Zwischentöne und alles, was dazwischenliegt. Genau in diesem Dazwischen war Fussel zuhause.
Nicht als Dekoration.
Nicht als niedliches Beiwerk.
Auch nicht als kleines Maskottchen für schöne Fotos.


Stattdessen war er echter Teil dieses Ortes.
Er gehörte zu meinen Tagen.
Er prägte meine Perspektive.
Sein Wesen steckte zwischen Zeilen, auch wenn sein Name nicht in jedem Abschnitt stand.
Und meine Art zu fühlen und zu schreiben wurde von ihm mitgeprägt.
Darum ist es für mich auch keine Übertreibung, ihn Co-Autor zu nennen. Nicht, weil er selbst Texte geschrieben hätte. Sondern weil alles, was mir wirklich nahe war, immer mit am Tisch saß, wenn ich geschrieben habe. Fussel gehörte genau dazu.
Warum dieser Nachruf für Fussel auch ein Text über Verlust ist
Mit dem Tod von Fussel ist nicht einfach nur ein vierbeiniger Begleiter gegangen. Sein Fehlen verändert auch etwas an diesem Blog. Er war Teil meines Lebens — und damit automatisch Teil meines Schreibens. Er lag neben mir und mein Anker hielt mich fest im Hafen.
Genau deshalb ist dieser Nachruf für Fussel auch mehr als nur ein Abschiedstext. Er soll sichtbar machen, dass es hier nicht um eine hübsche Erinnerung am Rand geht. Es geht um einen echten Verlust.
Ich kann diesen Schmerz nicht schönschreiben. Und ich will das auch gar nicht. Mir ist wichtiger, dass alle Leser verstehen, wie tief so eine Bindung sein kann und wie hart es ist, wenn genau dieses Wesen plötzlich nicht mehr da ist. Und ja, auch wenn das wesen ein schiefes Schnäuzchen hatte und keine 30 cm groß war. Für mich war er ein ganz Großer.

Arten von Trauer: Warum Trauer um einen Hund so unterschiedlich aussehen kann
Über Trauer wird oft gesprochen, als gäbe es einen vernünftigen Ablauf. Erst Schock, dann Weinen, dann langsam Akzeptanz, dann wieder Alltag.
In der Realität läuft das meistens ganz anders.
Es gibt verschiedene Arten von Trauer, und gerade nach dem Tod eines Hundes können sie gleichzeitig, versetzt oder völlig durcheinander auftreten. Nichts davon ist falsch. Es zeigt nur, dass Bindung nicht ordentlich funktioniert. Liebe hält sich schließlich auch nicht an saubere Phasenmodelle. Warum sollte Trauer es dann tun? Gerade wenn ein Hund nicht einfach nur Begleiter, sondern echter Herzenshund oder Seelenhund war, trifft der Verlust oft auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Akute Trauer
Das ist die rohe, unmittelbare Trauer. Der erste Einschlag. Das Nicht-fassen-Können. Diese Momente, in denen der Verlust fast körperlich wehtut und alles falsch wirkt.
Verzögerte oder stille Trauer
Manche Menschen brechen nicht sofort zusammen. Stattdessen funktionieren sie erstmal. Sie regeln Dinge, treffen Entscheidungen, beantworten Nachrichten und fallen erst später in die eigentliche Wucht des Verlustes. Auch das ist Trauer.
Körperliche Trauer
Trauer bleibt nicht nur im Kopf. Oft zeigt sie sich auch im Körper: durch Druck auf der Brust, Schlafprobleme, Erschöpfung, Appetitverlust, Konzentrationsprobleme oder diese merkwürdige Benommenheit, als würde man durch Nebel laufen.
Alltags-Trauer
Diese Form ist oft besonders gemein. Nicht ein großer Zusammenbruch, sondern viele kleine Stiche. Das leere Körbchen. Der fehlende Napf. Das vertraute Geräusch, das ausbleibt. Der Gedanke, den Namen rufen zu wollen.
Grübel-Trauer und Schuldgefühle
Viele Menschen gehen nach dem Tod ihres Hundes alles immer wieder durch.
- Hätte ich früher etwas merken müssen?
- Hätte ich anders entscheiden sollen?
- Hätte ich noch mehr tun können?
Diese Art der Trauer ist hart, weil sie Liebe und Verantwortung im Nachhinein zu einer schmerzhaften Mischung macht.
Sehnsuchts-Trauer
Hier geht es nicht einfach um „einen Hund“. Es geht um genau dieses eine Wesen. Um genau diesen Blick. Genau diese Nähe. Genau diese Art, seinen Geruch, seine sicherheitgebende Anwesenheit.
Diese Sehnsucht lässt sich nicht einfach auflösen, und sie verschwindet auch nicht automatisch, nur weil wieder ein anderer Hund ins Leben kommt. Es schmälert diese auch in keinster Weise.
Wichtig ist dabei den Unterschied zwischen Ersatzdenken und Weiterleben und durch eine neuer Bindung, einen Mental Health Animal-Supporter in sein Leben zu lassen. Ein „neuer Hund“ kann niemals einen Seelenhund ersetzen. Und das soll er auch gar nicht. Aber er kann Halt geben, Struktur zurückbringen und ein Grund sein, nicht völlig im Schmerz zu versinken und die Beine wieder auf den Boden zu bekommen…und manchmal sogar, um einen klareren Blick zu bekommen.
Beides kann gleichzeitig wahr sein: dass der Verlust unersetzlich bleibt — und dass ein neues Tier dennoch dabei hilft, weiterzumachen.
Identitäts-Trauer
Wenn ein Hund über Jahre fest zum Leben gehört hat, fehlt nach seinem Tod oft nicht nur ein Gefährte. Es fehlt auch ein Teil der eigenen Struktur. Wohin mit all der Fürsorge, den Abläufen, der Aufmerksamkeit, der Liebe, die vorher einen festen Platz hatte?
Und vielleicht ist genau das so schwer zu erklären: Man trauert nicht nur um ein Lebewesen, sondern auch um eine Version des eigenen Alltags, die es so nicht mehr gibt. Um Gewohnheiten, um Nähe, um Selbstverständlichkeiten. Deshalb fühlt sich Trauer um einen Hund oft so groß an — weil sie eben nicht nur einen Bereich des Lebens betrifft, sondern plötzlich überall sitzt.
Trauer ist nicht linear und schon gar nicht ordentlich
Einer der größten Irrtümer über Trauer ist die Vorstellung, sie würde sich vernünftig benehmen.
Das tut sie nicht.
Mal scheint es halbwegs zu gehen. Dann reicht plötzlich ein Geräusch, ein Foto, eine Uhrzeit oder ein vertrauter Ablauf, und alles kippt wieder. Gerade diese Unberechenbarkeit macht Trauer so anstrengend und unheimlich Kräfte zehrend.

An manchen Tagen wirkt sie eher still. An anderen kommt sie mit voller Wucht. Manchmal zeigt sie sich als Weinen, manchmal als Leere, Gereiztheit, Erschöpfung, Sehnsucht oder Grübeln, Wut und Trotz und manchmal auch Alles auf einmal. Auch das gehört dazu.
Gerade deshalb ist auch dieser Nachruf für Fussel nicht so emotional und kurzer Standard, wie manch einer für einen Menschen. Aber, er ist ehrlich. Wer tief geliebt hat, trauert eben nicht geschniegelt und kontrolliert und auch nicht, wie andere es gern hätten.
Warum die Trauer um ein Tier oft unterschätzt wird
Noch immer wird der Verlust eines Hundes bzw. eines Tieres, gesellschaftlich oft kleiner gemacht, als er wirklich ist. Dabei ist die Bindung zu einem Tier häufig eine der konstantesten, zärtlichsten und verlässlichsten Beziehungen im Leben eines Menschen.
Ein Hund fragt nicht, ob du heute genug geleistet hast.
Er prüft nicht deinen Lebenslauf. Und checkt deinen Kontostand.
Auch Status, Erfolg oder Außendarstellung interessieren ihn nicht – und schon gar nicht, ob dein Stammbaum mehr einer Krüppeltanne gleicht oder ein Kreis ist. Ihn interessiert nur, das es seinem Menschen gut geht. Dann geht es ihm gut und er ist einfach da. Treue. Ehrlich. Und, mit seiner ganzen liebenswerten Art.
Genau deshalb trifft sein Tod oft viel tiefer als man denkt. Genau deshalb ist auch dieser Nachruf für Fussel nicht übertrieben mit schwarz-weiß-Filter überzogenen Bildern oder sentimentalen Zitaten versehen. Er ist notwendig. Ein Wesen, das mir so viel bedeutet hat, darf nicht mit zwei halben Sätzen abgehandelt werden.
Wenn Abschied nicht nur organisiert, sondern getragen und verstanden wird
Zu all dem Schmerz kommt irgendwann auch die Realität dazu. Entscheidungen müssen getroffen werden, obwohl das Herz eigentlich nur festhalten will. Gerade in solchen Momenten merkt man sehr schnell, wem man sich anvertrauen kann — und wem nicht.
Am Rande der Überforderung, reicht manchmal ein einziger Satz, um mein Richtig-Gefühl auszulösen.
Bei mir war es auf der Seite von Delos genau dieser eine unscheinbare Satz: „Weil es Herzenssache ist“. Und das ist es!

Selten hat sich mein erster Eindruck so klar und schnell bestätigt, wie bei dieser Entscheidung. Schon beim ersten Anruf. Wurden mir die schlimmsten Ängste genommen und echtes Verständnis entgegen gebracht.
Auch weil bei unserem ersten Gespräch, welches in unverständlichen Geräuschen meinerseits, schon bei: „Hallo, mein Name ist…, ich musste gestern meinen…“. ENDE Ich konnte es nicht aussprechen, ich wollte es nicht hören. Und ich musste es auch gar nicht aussprechen, weil es eine Herzenssache ist!
Kleine persönliche Botschaft: Hallo, liebes Delos Team,
Ich weiß nicht, ob ihr dies jemals seht. Aber ich möchte euch einfach Danke sagen. Wenn das eigene Herz gerade in Stücke fällt, merkt man sehr genau, ob man als zahlender Kunde gesehen wird oder ob echte Menschlichkeit dahintersteht. Bei euch waren Wärme, Würde und ehrliches Mitgefühl vom ersten Moment an so sehr spürbar. Und genau das hat den Unterschied gemacht, den ich niemals vergessen werde. Vielen Dank für Alles!
Nicht Aufegeben – diese Optionen gibt es nicht!
Fussels Pfotenanker: Weil sein Name weiterleben soll
Vielleicht empfand ich genau deshalb „Fussels Pfotenanker“ so passend. Nicht nur, weil er schön klingt. Sondern weil er Haltung und den Kampfgeist eines ganz großen Kriegers trägt.
Und sicherlich, ein Anker verhindert keinen Sturm.
Aber er gibt Halt, wenn es unruhig wird und Sicherheit im Hafen. Und genau das war die Zeit die ich mit Fussel haben durfte. EIn sicherer Heimathafen.

Fussels Pfotenanker ist mehr als eine Idee mit einem liebevollen Namen. Es ist eine Initiative für Tier und Mensch. Sie entstand aus echter Bindung, echter Erfahrung und dem sehr realen Wissen, dass Menschen mit Tieren in schwierigen Situationen schnell an Grenzen stoßen können & emotional, organisatorisch und finanziell schnell über alle Grenzen laufen kann..
Gerade kurzfristige Unterbringungen sind oft teuer, kompliziert oder kaum machbar. Genau da setzt die Idee an: nicht mit großen Sprüchen, sondern mit echter Unterstützung. Mit einem Konzept, das unter anderem eine Notfallaufnahme über 1 bis 3 Tage vorsieht, um akute Situationen abzufedern und Raum für tragfähige Lösungen zu schaffen.
Im Kern geht es ums Auffangen.
Ums Überbrücken.
Und darum, Tier und Mensch in schwierigen Momenten nicht allein zu lassen.

Dass diese Initiative seinen Namen trägt, ist deshalb keine Sentimentalität. Es ist folgerichtig. Fussel steht für Wärme, Halt, Nähe und Verantwortung. Und genau das soll weiterleben.
Welches Bild dieser Nachruf von Fussel festhalten soll
Ich wollte nicht, dass Fussel hier einfach nur fehlt. Mir war wichtig, dass sichtbar bleibt, wer er war.
Nicht „nur ein Hund“.
Nicht irgendein Begleiter.
Sondern mein Fussel.
Mein Seelenhund.
Mein kleiner Vertrauter.
Mein Clown.
Mein Herz auf vier Pfoten.
Wenn ich also schreibe, dass mein Co-Autor gestorben ist, dann ist das kein nettes Wortspiel. Gemeint ist jemand, der mein Leben über Jahre mitgetragen hat. Jemand, dessen Fehlen man nicht erklären muss, weil man es in jeder Ecke des Alltags merkt.
Er fehlt mir sehr.
Und zwar nicht manchmal, sondern immer wieder.
In kleinen Situationen genauso wie in großen.
Im Kopf. Im Herzen. Im Ablauf. Im Raum.
Vielleicht ist genau das die ehrlichste Form von Liebe nach dem Tod: dass jemand nicht mehr da ist und trotzdem überall fehlt.
Abschied von Fussel
Fussel war nicht nur mein Hund. Selbst dieser Satz ist eigentlich viel zu klein.
Er war nur für eine kurze Zeit, ein fester Teil meines Lebens, aber diese Zeit war intensiv und hat uns in einer Form zusammengehörig gemacht, für die man sonst Jahre braucht. Er war ein tragendes Stück meines Fundaments und hat daraus nie etwas Besonderes gemacht, er war nur da. Und genau deshalb – tut mir sein Tod so weh.
Es ist nicht nur Trauer über einen Verlust. Es ist diese brutale Leerstelle, die plötzlich überall auftaucht. In Routinen. In Gewohnheiten. In Sekunden, in denen mein Kopf noch denkt, ich müsste gleich nach ihm schauen. Dann kommt mit voller Wucht zurück: Er ist nicht mehr da.
Schönreden lässt sich das nicht. Ruhig und ordentlich ist es auch nicht. Es tut weh. Wirklich weh.
Wer nie so ein Tier verloren hat, versteht oft nicht, was da eigentlich fehlt. Nach dem Tod eines Hundes wie Fussel fehlt eben nicht nur ein Tier. Es fehlt ein Wesen, das fest mit dem eigenen Leben verwachsen war. Einer, der jeden Tag da war. Einer, der vertraut war wie kaum etwas anderes.
Fussel war Teil von mir und Teil dieses Blogs. Nicht als Deko. Nicht als Randnotiz. Sondern wirklich.
Was bleibt
Worte bringen ihn nicht zurück. Das weiß ich. Und natürlich wird auch dieser Text niemals groß genug sein für das, was er für mich war.
Trotzdem wollte ich, dass er hier nicht einfach nur verschwindet. Mir war wichtig, dass er sichtbar bleibt — als das, was er war: ein fester Teil meines Lebens, meines Herzens und dieses Blogs.
Vielleicht ist genau das am Ende das Wichtigste: dass sein Leben nicht einfach in der Trauer endet, sondern in dem weiterwirkt, was er ausgelöst hat. In meiner Erinnerung sowieso. Aber eben auch in dem, was seinen Namen trägt.
Fussel fehlt mir jeden Tag. Daran gibt es nichts schönzureden. Wenn etwas von ihm bleibt, dann nicht nur in Fotos oder Gedanken, sondern auch in Haltung, Wärme und dem Wunsch, anderen Halt zu geben, wenn es schwer wird.
Genau deshalb bleibt er nicht nur mein Verlust.
Er bleibt auch mein Warum.




